Agentic AI
7/9/2026

Vom AIIM Global Summit zum Financial Forum 2026: Was uns der Markt über agentische KI sagt

Vom AIIM Global Summit zum Financial Forum 2026: Was uns der Markt über agentische KI sagt

Im Mai hatten wir die Gelegenheit, den Launch von AIDA 20.0 in sehr unterschiedlichen Kontexten zu präsentieren: vom AIIM Global Summit 2026 in Baltimore über das Selectec Nordic Geek Meet in Kopenhagen bis hin zu verschiedenen italienischen Veranstaltungen rund um Unternehmensinnovation, künstliche Intelligenz und die Finanzwelt.

Bei jedem Halt unserer Tour trafen wir Fachleute aus dem Information Management, CEOs, CFOs, Verwaltungsverantwortliche, Berater und Unternehmer – und stießen überall auf ein außergewöhnlich hohes professionelles Niveau.

Wenn uns etwas besonders aufgefallen ist, dann der Wandel in der Art der Fragen, die wir erhalten. 

Niemand fragt uns mehr, ob KI funktioniert; die Herausforderung hat sich verlagert – hin zu der Frage, wie sie in Prozesse integriert und wie die Entwicklung der KPIs überwacht werden kann.

KI ist kein Experiment mehr

In den letzten zwei Jahren wurde künstliche Intelligenz als vielversprechende, aber von der operativen Realität weit entfernte Technologie wahrgenommen. 

Heute hat sich das Bild grundlegend gewandelt: Organisationen beginnen, sie als strukturelle Komponente ihres Betriebsmodells zu betrachten. Die Diskussion dreht sich nicht mehr um die Einführung von KI, sondern darum, wie sie gesteuert und kontrolliert werden kann, um konkrete Ergebnisse zu erzielen. 

Mit anderen Worten: KI hat sich von der Peripherie ins Zentrum des Unternehmens bewegt.

Datenqualität ist nach wie vor der entscheidende Erfolgsfaktor

Vor dem Hintergrund dieses Paradigmenwechsels war das Thema, das am beständigsten aufkam, das Verhältnis zwischen KI und Informationsqualität. Konzepte wie Governance, Zuverlässigkeit von Quellen, Kontextgrenzen von LLMs, Halluzinationen und Inhaltskontrolle standen im Mittelpunkt zahlreicher Debatten. 

Die Schlussfolgerung ist einfach: Selbst das beste KI-Modell erzeugt nur dann Mehrwert, wenn es mit zuverlässigen Daten gespeist wird. 

Aus diesem Grund sind wir nach wie vor überzeugt, dass Dokumentenmanagement, Datenextraktion und Informationsstrukturierung das unverzichtbare Fundament für jedes wirklich effektive KI-Projekt darstellen. 

Und offenbar sind wir nicht die Einzigen.

Von der Automatisierung zu Agenten

Das vielleicht interessanteste Thema, das bei diesen Treffen aufkam, war das der agentischen KI. 

Die meisten Unternehmen haben verstanden, was LLMs sind und wie sie die individuelle Produktivität unterstützen können; noch wenig verbreitet ist hingegen das Verständnis dafür, was passiert, wenn KI aufhört, nur zu antworten, und beginnt zu handeln.

Wenn KI Dokumente analysieren, Informationen verknüpfen, operative Entscheidungen treffen und Aufgaben innerhalb eines Prozesses auslösen kann – genau hier entstanden die anregendsten Gespräche.

Der Markt sucht Ergebnisse, keine Technologie

Bei den Präsentationen von AIDA 20.0 zeigten wir konkrete Anwendungsfälle in den Bereichen Legal und Finance: automatische dokumentenbasierte Due-Diligence-Prüfungen, massenhafter Zahlungsabgleich, optimiertes Cashflow-Management durch integrierte One2One-Kommunikation, Vertragsanalysen und automatisch generierte Compliance-Aktivitäten.

Was das größte Interesse weckte, war nicht die Technologie an sich, sondern die Erkenntnis, dass diese Prozesse bereits im Einsatz sind und in kürzester Zeit messbaren Mehrwert schaffen können. 

Unternehmen suchen keine bloßen neuen Werkzeuge, die sie ihrem Technologie-Stack hinzufügen können, sondern effizientere und intuitivere Arbeitsmethoden.

Was wir mitnehmen

Wenn wir die Erkenntnisse dieser Monate zusammenfassen sollten, würden wir sagen:

  • KI ist gekommen, um zu bleiben.
  • Datenqualität bleibt der wichtigste Faktor.
  • Menschen werden im Entscheidungsprozess zentral bleiben.
  • KI-Agenten sind der nächste Evolutionsschritt der Automatisierung.
  • Organisationen sind weitaus bereiter, als man denkt.

Dies sind Schlussfolgerungen, die den mit AIDA in den letzten Jahren eingeschlagenen Weg bestätigen und heute in AIDA 20.0 ihren vollen Ausdruck finden.

Und wenn die Gespräche der letzten Monate ein verlässlicher Indikator sind, stehen wir erst am Anfang.

Jos G. De Pasquale
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